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nostalgoont. Shit wie gut ist dieser Beitrag!!!!??

hierdings's avatar

"Jedoch lässt sich hier fairerweise entgegnen, dass Sveamaus am Ende des Tages kein politisches Projekt ist, sondern eine Meme-Page."

Ja, und genau das bringt ganz gut auf den Punkt, weshalb ich diese ganze Diskussion seltsam und lächerlich finde. Du findest die Posts sind unlustiger slop, schön und gut. Warum du "Boomer in Gefangenenlager stecken" für eine gelungene Zuspitzung hältst, zugleich aber das "Guckt mal wie simpel gestrickt die Boomer sind" in derartigen Memes für primitiven Pawlow-Humor, kannst du nicht sinnvoll erklären. Das brauchst auch gar nicht, denn es gibt nunmal keinen objektiven Maßstab dafür, was lustig ist und was nicht. Aber damit erürbrigen sich eben auch deine Kritik und der Versuch, sie zu objektivieren.

Woher die Vorstellung kommt, dass man dieses Genre des Social-Media-Posts am Maßstab der politischen Nützlichkeit messen müsse, ist mir schleierhaft. Du scheinst ein vages und vielleicht sogar zutreffendes Bauchgefühl zu haben, dass das Publikum sich weit überwiegend als besonders politisch und besonders links wahrnimmt. Und jetzt? Wie viele Menschen behaupten denn wirklich, das Erstellen und Konsumieren derartiger Posts sei eine ernsthafte und obendrein effektive politische Betätigung? Das scheint mir eine Windmühle zu sein, gegen die du ankämpfst.

"Qualität wird dann in den Augen der Masse nicht mehr dadurch definiert, was Bestehendes in Frage stellt, provoziert, neue Wege geht, kreiert, sondern was den Anschein erweckt, Kunst zu sein, indem es die gleichen Phrasen, die gleichen Bilder, die gleichen Ideen dessen reproduziert, von dem schon längst bekannt ist, dass es Kunst ist."

Schön formuliert, aber auch hier stellst du ausgerechnet solche Prämissen in den Raum, über die nachzudenken sich mehr lohnen würde als über deine Schlussfolgerung. Ist Provokation, Neuheit und die Infragestellung von Bestehendem ein oder sogar der Maßstab, an dem wir Kunst messen? Du gehst völlig selbstverständlich davon aus, dass Kunst überhaupt einer Bewertung und Einteilung in unterschiedliche Güteklassen zugänglich ist und dass ausgerechnet das der richtige Maßstab ist. Nicht nur das, sondern du schreibst auch, es werde dann in den Augen der Masse nicht "mehr" dadurch definiert. Sehen "die Massen" das denn bisher so? Man kann all das sicherlich begründen, aber das müsste man mEn dann auch.

Das liest sich vielleicht feindselig, ist es aber nicht. Ich hab den Text gern gelesen und es ist gut geschrieben. Schlechte Texte regen nicht zur Auseinandersetzung mit dem Inhalt an.

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